CD-Rezension zur ersten CD " VerQuer flutes unlimited" (erschienen in der "clarino.print 12/04") :

Upala records proudly presents: VerQuer – flutes unlimited - Bestell-Nr.: upala classics 99022

Erfrischend abwechslungsreich blasen sich Konzert-, Alt- und eine Baßflöte durch die Musik der letzten Jahrzehnte. VerQuer hängt die Latte hoch und löst Vorurteile gegenüber zeitgenössischer Flötenmusik wie nebenbei in Wohlgefallen auf. Originalwerke für Flötenquartett und eigene Arrangements (teilweise mit Perkussion) halten sich die Waage. Was nicht passt, wird passend gemacht.
Zwei Ersteinspielungen liegen vor: “The priest and the magician” von Günther Zabernigg klingt beschwörend mit einem Augenzwinkern nach Gandalf, Obiwan Kenobi und Harry Potter (UA 2002). “Silent Movie” von Benedikt Brydern hält, was der Titel verspricht: Pralles Kopfkino, Strawinsky läßt grüßen (UA 2004).
Einfach und schön weht der “Libertango” von Astor Piazzolla aus Buenos Aires herüber, komplexer erinnert Tito Puentes “Philadelphia Mambo” an den Buena Vista Social Club.
Gutes Wetter herrscht ebenfalls bei “Ulla in Africa” von Heiner Wiberny, es groovt in den townships, 100-prozentige Gute-Laune-Musik in beiden Titeln. Mitreißende Rhythmik bringt auch “Mariam” von Dieter Weberpals, schon 1990 mit seinem Weltmusik-Quintett Argile eingespielt und jetzt perfekt arrangiert für vier Flöten und Perkussion.
Rockmusiker pflegen durchaus ihre Liebe zur alten Musik, besonders wenn sie wie Ian Anderson seine Band nach einem Schriftsteller des Barockzeitalters benennen: Jethro Tull verdankte damals viel der Bach-“Bourrée”. Gesungene Flötenpassagen kommen einem verzerrten E-Gitarren-Solo ziemlich nahe.
Diese Spieltechnik verwendet Anna La Berge durchgängig in “Rough diamond”. Deshalb klingen die Flöten nach synthetischen Samples, Expressionismus trifft auf Industrie-Design, absolut beeindruckend.
Dem Jazz gewidmet geht es weiter mit Heike Beckmann. “Levada” heißen alte Hohlwege auf Madeira. Immer wieder tauchen zirpende Grillen zwischen dem Groove auf, quasi eine unplugged-Party im Starlight Express.
Zum Abschluß spült “Peace” von Horace Silver sanft die Ohren. Wenn Jazzharmonien Farben gleichen, wärmt dieses Stück in Multicolor und alles wird gut.
Ellen Svoboda

Reaktionen auf die zweite CD:

"eine gute mischung aus flöten-schönklang, virtuosität und interessanten arrangement-ideen.
verquer scheut nicht den griff zu pop, rock und avantgardistischen modernen spieltechniken.
beat it rockt!
sage nochmal einer, flöten könnten nicht grooven!
ihr seid vielfältig, virtuos und all das mit einem schuss verquerness, die grossen spaß macht."
Tilmann Dehnhard

Reaktionen auf die erste CD:

"...Eine sehr gelungene Produktion. Klanglich, technisch und musikalisch. Ich freue mich, auf der Scheibe mit meiner Nummer vertreten zu sein. Klingt super."
Benedikt Brydern

"danke für die CD!! und: glückwunsch!! gefällt mir sehr gut und ich freue mich für euch, dass ihr jetzt mit CD auf dem markt seid!!"
Dieter Weberpals

"Der Wechsel zwischen Ton und percussiven Elementen ist lebendig und spannend, Levada fließt und pulsiert ohne Unterlaß und mit großer Intensität. ...die gesamte CD mit der Auswahl der Stücke gefällt mir sehr gut. Ihr seid wirklich hervorragende MusikerInnen mit technisch hoher Perfektion. Also, danke, dass ich auf so einer wunderbaren CD vertreten sein darf, und euch weiterhin viel Freude am Musizieren und viel Erfolg."
Heike Beckmann

"...großes Kompliment, wusste ja gar nicht dass ihr so gut groovt. finde die CD sehr farbig und richtig schön hörbar."
Günther Zabernigg

what a fantastic recording you made of Rough Diamond! my compliments. It has punch and drive and you all give the work the style it deserves. Thank you for your dedication to the piece and for the CD. I hope you enjoyed performing it too.
Anne La Berge